Geothermie

Geothermie

Als Geothermie oder Erdwärme wird die unterhalb der festen Oberfläche der Erde gespeicherte Wärmeenergie bezeichnet. Sie zeichnet sich durch ihre hohe Verfügbarkeit aus und gilt als saubere, CO2-freie Energiequelle zur grundlastfähigen Stromversorgung.

Die Erdwärme nimmt in Mitteleuropa um etwa 3 °C pro 100 Meter Tiefe zu und erreicht im Erdkern ein geschätztes Temperaturniveau von etwa 5.000 - 7.000 °C. Üblicherweise werden geothermale Ressourcen und deren Nutzung entsprechend dem jeweiligen Temperaturniveau in zwei Kategorien eingeteilt: in Hochtemperaturfelderüber 180 °C für die Stromerzeugung, sowie Niedrigtemperaturfelder für die Wärmeerzeugung.

Die weltweit installierte geothermische Leistung beträgt etwa 8000 MWel. und ca. 10.000 MWth. Energie aus Erdwärme liegt damit bei den regenerativen Energien hinter Wasserkraft und vor Windenergie auf dem zweiten Platz.

Hinsichtlich des globalen geothermischen Stromerzeugungspotenzials sind belastbare Schätzungen schwierig, maximale Kapazitätsangaben um die 140 GW ohne und 240 GW mit HDR-Verfahren (Fridleifsson et al. 2008) in 2050 werden aber von verschiedenen Experten als realisierbar angesehen. Dies entspräche etwa 6 % der derzeitigen globalen Stromerzeugung. 39 Länder vor allem in Afrika, Zentral- und Südamerika sowie der Pazifikregion könnten theoretisch ihren Elektrizitätsbedarf vollständig durch Geothermie decken.

Durch die innovative Expandertechnologie der EN3 GmbH können solche Systeme jetzt auch technisch und wirtschaftlich für Leistungsbereiche bis 50kW erschlossen werden.